1. Hilfe für deinen Dauerstress – let's start!
Aug 20, 2026Kurze Check-in Frage: Bist du zunehmend gestresst und erschöpft? Wenn es dir immer wieder „zu viel" wird und Erschöpfung dein Dauerzustand ist, dann geht es dir wie vielen meiner Klient*innen.
Bei dem Thema „Dauerstress“ bemerke ich so sehr, dass wir aktiv gegensteuern müssen und uns mehr denn je in unserer Selbstwirksamkeit üben dürfen, wenn wir aus der Stress-Spirale aussteigen wollen. Denn die Umwelt wird uns immer wieder einholen mit ihrem Charakter der Multioptionalität und der Geschwindigkeit der VUCA Welt.
Oftmals denken wir die Lösung sei die ständig besagte Balance, Ruhe und Entspannung.
Aus meiner fachlichen Erfahrung weiß ich, dass es viel mehr das Zusammenspiel aus Anspannung und Entspannung, aus eu- und di-Stress, aus Komfortzone und Entwicklungszone ist. Ein stetiges Auf und Ab – wellenförmig.
Ein sich durchziehendes Thema dabei ist die Abgrenzung aus dem „zu viel“.
Mit dieser Blogreihe möchte ich dich nun dazu einladen, praktische Anwendungs-Tipps zu bekommen, wie du dich immer wieder abgrenzen kannst und tatsächlich schützen, um von der Welle des Dauerstress‘ nicht eingeholt zu werden.
Lass dich gerne darauf ein, dann starten wir auch schon direkt mit dem ersten Impuls:
Schütze dich vor ungewollten äußeren Einflüssen
Damit ist alles gemeint, was deine Aufmerksamkeit will, aber nicht wirklich verdient.
1. Das Smartphone (mit allen Notifications, Social Media und News; unser täglicher Begleiter steht natürlich an Nummer 1)
Hier ein paar Nutzungsbedingungen, um unser Nervensystem zu schützen und damit unseren Stress zu reduzieren:
Auch wenn es einfach ist, sich von Social Media berieseln zu lassen. Don’t do it.
- Steure deine Aktivität aktiv und nicht passiv, tracke die Zeit oder setze dir ein Zeitlimit (dafür gibt es mittlerweile natürlich auch schon Apps).
- Versuche mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen das Smartphone nicht zu nutzen und verwende einen Blaulichtfilter.
- Schalte das Smartphone erst an, wenn du mit deiner individuellen Morgen-Routine durch bist und dich jetzt den Inhalten (E-Mails, Nachrichten, Social Media etc.) aktiv gesteuert aussetzen möchtest.
- Schalte das Smartphone auf Flugmodus, wenn du in Fokus-Arbeiten vertieft bist (z.B. Flow-Arbeit, Strategien, Präsentationen) oder mit deinen Kindern, Freunden, Familie präsent Zeit verbringen willst.
- Werde achtsam, was die Inhalte deines Social Media Feeds betrifft: Dies bedeutet, dass du nicht unterbewusst vergleichend darauf blickst oder dich unter Druck gesetzt fühlst mit zu hohen Erwartungen, wenn du andere „beobachtest“. Hier sollte es lediglich um „Inspiration“ gehen, checke das achtsam. Alles was nicht darunter fällt darf gehen.
- Die News zum Weltgeschehen: Über das Weltgeschehen kannst du dich proaktiv informieren, wenn du „bereit“ dafür bist – wähle diesen Moment achtsam. Auch hier ist es wichtig vom passiven „berieseln“ Abstand zu nehmen, denn dies kann für die Psyche sehr belastend werden.
2. Purpose:
Des weiteren hilft es tatsächlich sich am Start des Tages einen Vorsatz / Ziel oder Purpose zu überlegen: Was ist mir heute besonders wichtig? Allein durch diese Frage schaffen wir es unseren neurologischen Filter einzunorden. Und bitte checke auch hier dein „Leistungsdenken“. Ein Ziel muss nicht immer etwas Machen sein, sondern darf auch das NICHT MACHEN sein: „Heute entspanne ich mich mit meiner Familie und lade meine Ressourcen auf.“ Das ist ein toller Purpose.
Manche überlegen sich ihre Intention am Abend für den nächsten Tag oder als Erstes am Morgen oder am Sonntag, für jeden Tag in der Woche. Finde da gerne deinen ganz eigenen Weg, um dich auch von der Angst des Verpassens zu verabschieden.
3. Raus aus der Sorgenspirale:
Kümmere dich in erster Linie um alles, was du direkt beeinflussen kannst (Aktivität vs. Passivität). In aller Regel hast du hier bereits genug zu tun, wirst aber auch schnell merken, dass das Sortieren der zu vielen Gedanken viel Komplexität und Stress aus deinem Leben nimmt. Und wie ich oben schon gesagt habe: Es kommt nicht nur darauf an, was du tust, sondern auch darauf, was du nicht tust.
Versuche z.B. alle Themen die dich zum grübeln bringen über den Tag hinweg immer wieder runter zu differenzieren: „Was davon kannst du nun direkt beeinflussen und was kannst du dafür tun?“
Schreibe auch gerne im ersten Schritt alle Sorgen auf und sortiere dann im 2. Schritt deine Sorgen mit der Frage: „Was kann ich hier beeinflussen und tatsächlich umsetzen.“ Dann darfst du dich nur noch um diese Antworten kümmern.
Viel Spaß bei der Umsetzung – und denk daran: Nur das Wissen dieser Themen nutzt dir nichts. Erst die regelmässige Umsetzung macht den Unterschied ;) (Grüsse an deinen inneren Schweinehund).