Die Basis für ein gutes Leben

Sep 07, 2026

Im Grunde versuche ich in meiner Arbeit dieser Frage auf den Kern zu kommen: Was macht für dich ein gutes Leben aus? Die Antwort ist für jeden individuell und ich finde, das ist etwas sehr Schönes 🙂 Trotzdem haben wir alle etwas gemeinsam.

Robert Waldinger hat eine Harvard-Studie ausgewertet, in der die Teilnehmer*innen 75 Jahre lang begleitet wurden, um diese Frage zu beantworten. Seinen TED Talk hast du vielleicht schon mal gesehen oder zumindest von ihm gehört – er hat auf YouTube 29 Millionen Aufrufe (Robert Waldinger: What makes a good life?). Sehr sehenswert, aber ich kürze es für dich ab: Beziehungen sind sehr wichtig. Wahrscheinlich noch viel wichtiger, als du denkst.

Und auch ein Coaching neulich hat mich nochmal dazu gebracht, genauer über Beziehungen nachzudenken. Das Thema ist riesengroß, aber ich möchte heute über eine (meiner Meinung nach) sehr wichtige Grundlage für tiefe, authentische Beziehungen sprechen: Grenzen.

Die Kunst der gesunden Grenzen

Um tiefgehende und authentische Beziehungen zu führen, ist es wichtig, sich selbst gut zu kennen und sich zu trauen, anderen ehrlich zu begegnen. Das bedeutet, die eigenen Grenzen zu erkennen und klar, aber respektvoll zu kommunizieren. Und das unabhängig davon, wie nah oder fern die andere Person dir ist.

Stufe 1: Die eigenen Grenzen kennen und wahrnehmen. 

Hier geht es darum, ein Selbstbewusstsein für seine Bedürfnisse zu entwickeln.

Stufe 2: Die eigenen Grenzen kommunizieren. 

Das ist oft herausfordernd und übe ich oft in meinen Coachings. Besonders bei People Pleasern mit dem Vorsatz, ihre Grenzen besser zu kommunizieren, beobachte ich oft, dass sie am Anfang über das Ziel hinausschießen und die Empathie in ihrer Kommunikation vernachlässigen.

Wenn man seine Grenzen verblassen lässt und sich übermäßig an andere anpasst – sei es im Arbeitskontext durch häufiges Ja-Sagen oder in privaten Beziehungen – führt dies immer zu einem Energieverlust. 

Das Respektieren der Grenzen anderer

Andere Menschen haben ebenfalls ihre Grenzen. Du kannst dir aber nicht immer sicher sein, ob sie kommuniziert werden. Daher ist es wichtig, nicht zu stürmisch in den Verantwortungsbereich anderer einzudringen.

Checke regelmäßig, ob die andere Person um Hilfe gebeten hat, indem du offene Fragen stellst, wie „Ich würde dir gerne an dem Punkt weiterhelfen. Passt das für dich?“ oder „Ich habe einen Gedanken dazu. Möchtest du ihn hören?“. Das hilft, Grenzen zu erkennen und zu respektieren.

Auf diese Weise zeigt sich respektvolles Verhalten und es stärkt das, was wir am Ende alle wollen: tiefe Beziehungen.