Impuls #9 – Gelassen, Gelassener

Sep 05, 2026

Es gibt unzählige Geschichten von Menschen, die allen Grund gehabt hätten, in das Tal der Tränen zu rutschen (wo sie sicherlich auch kurzzeitig waren), um dann aber doch irgendwie das Beste aus ihrer Situation zu machen. Gerade neulich bei Olympia musste ich wieder an die Geschichte von Matthias Steiner denken, der seine Frau verloren und 2008 nur ein Jahr später Gold gewonnen hat. Oder J.K. Rowling, die vor Harry Potter mehrmals abgelehnt wurde und als alleinerziehende Mutter mit finanziellen Problemen und Depressionen zu kämpfen hatte. Das ist Resilienz.

Diese Geschichten faszinieren mich. Sie sind Inspiration und Motivation.

Hier sind 4 Tools, die tatsächlich dazu beitragen, ein Stück gelassener zu werden in manchen Situationen und an deiner Resilienz zu arbeiten.

Diese Arten von Perspektivwechseln sind keine Garantie, dass du zur nächsten J.K. Rowling wirst. Sie erhöhen aber deine Chancen 😉

1) Probleme relativieren: Zoom-Out (wenn es sein muss, bis zum Gipfelkreuz)

Betrachte deine Situation aus der Distanz. Probleme wirken kleiner und lösbarer. Ich denke, deswegen zieht es so viele Menschen in die Natur und Berge (mich eingeschlossen). Es hat etwas Beruhigendes, sich auch mal winzig klein zu fühlen.

2) Distanz schaffen: Rede mit dir über dich

Erzähle deine Situation als Geschichte in der 3. Person, wie ein neutraler Beobachter es tun würde. Dieser Perspektivwechsel schafft emotionale Distanz, was hilft.

3) Finde Inspiration: Hero Interview

Stell dir vor, du hättest die Möglichkeit, dich mit einer Person 2h zu unterhalten, zu der du aufsiehst und die dich inspiriert. Was würdest du sie bezüglich deiner Situation fragen? Was würde sie antworten?

4) Perspektiven aus der Zukunft: Danach ist jeder schlauer

Denke ein Jahr in die Zukunft. Welche Ratschläge würde dir dein zukünftiges Ich geben? Das hilft, im Hier und Jetzt gelassener zu bleiben.

Und wenn du es wirklich wissen willst…

Die 5x Warum-Technik

Frage dich bei deiner aktuellen Herausforderung fünfmal „Warum?“. Diese Technik hilft dir, den Ursprung deiner Ungelassenheit zu finden.

1. Warum fühle ich mich gestresst? Weil ich eine enge Deadline habe.

2. Warum habe ich eine enge Deadline? Weil ich zu viel Zeit für andere Aufgaben aufgewendet habe.

3. Warum habe ich zu viel Zeit für andere Aufgaben aufgewendet? Weil ich Schwierigkeiten habe, „Nein" zu sagen.

4. Warum habe ich Schwierigkeiten, „Nein" zu sagen? Weil ich Angst habe, andere Menschen zu enttäuschen.

5. Warum habe ich Angst, andere Menschen zu enttäuschen? Weil ich Bestätigung suche.

Durch diesen Prozess erkennst du tiefere Muster und kannst gezielt an diesen arbeiten, um gelassener zu werden.

Ich bin neugierig: Was probierst du als Erstes aus und was machst du vielleicht sogar schon? Lass es mich gerne wissen 🙂